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Internet stärkt das Filialgeschäft

Reine Internetversender ohne Heimat im Stationärhandel könnten es künftig schwer haben. Davon ist Thomas Lipke, Präsident des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh), überzeugt. Er sieht eine große Zukunft für stationäre Geschäfte. „Das Web 3.0 wird sich in den Filialen abspielen“, sagt Lipke. Das Internet werde für viele Händler immer mehr zum Marketinginstrument. Hier sind Produkt- und Preisinformationen zu finden und es werden Kaufanreize geweckt.

Ein Trend im Einzelhandel: Geschäfte gewinnen an Bedeutung, „denn diese sind quasi das begehbare Internet“, wie Lipke es nennt. Dafür müssten die Geschäfte in den kommenden Jahren massiv aufgerüstet werden. Das Denken in mehreren Vertriebskanälen hält der bvh-Präsident für überholt. „Wir können und sollten nicht mehr unterscheiden, wodurch ein ...

Wandel auf dem Logistik-Arbeitsmarkt

Die Logistikbranche sucht Mitarbeiter in allen Bereichen. Allein bei der Bundesagentur für Arbeit in Hamburg sind derzeit 1600 offene Stellen gemeldet. Gesucht werden zum Beispiel 320 Speditionskaufleute, 230 Berufskraftfahrer sowie 400 Lagerverwalter und Magaziner. Den größten Personalbedarf sehen Hamburger Unternehmen im Bereich der gewerblichen Mitarbeiter sowie der mittleren Führungsebene – doch auch Akademiker haben gute Aussichten, einen spannenden Job zu finden. Das zeigte die Job- und Karrierebörse, welche die Logistik-Initiative Hamburg zum Tag der Logistik im Terminal Tango des Hamburger Flughafens ausgerichtet hatte.

Ganz klar zeichnet sich auf dem Arbeitsmarkt für Logistikfachkräfte ein Wandel ab. Die bisweilen gelebte Praxis des Hire & Fire oder Jobhopping scheint weitgehend der Vergangenheit anzugehören. Sowohl Unternehmen als auch potenzielle Mitarbeiter wünschen sich eine langfristige Perspektive in der Zusammenarbeit. Worauf es sonst noch ankommt, hat ...

Ölpreis beeinträchtigt Prognosen und Planung

Innerhalb der weltweiten Lieferketten wird es künftig aufgrund des steigenden Ölpreises häufiger zu rapiden Kostenschwankungen innerhalb kurzer Zeit führen. Dies beeinträchtigt die Vorhersagbarkeit und Prog­nosegenauigkeit für die Bedarfsplanung und es kann zu massivem Preisdruck führen. Diese Gefahr sieht Rick D. Blasgen, Präsident des US-amerikanischen Supply-Chain-Verbandes CSCMP.

Konsequenz der Entwicklung: Besonders treffen könnte es die Verpackungsindustrie. Denn viele Materialien werden auf Erdölbasis hergestellt. Eine Kostenexplosion im Erdölbereich könne zu gravierenden Konsequenzen führen, äußerte Blasgen. CSCMP veranstaltete im vorigen Monat seine 8. Europa-Konferenz in Frankfurt/Main.

Metro bildet neue Logistikgesellschaft

Die Metro Group bündelt die Logistikaktivitäten für alle Vertriebslinien vom 1. Juli 2012 an unter dem Dach der Metro Logistics. Damit legt der Handelskonzern die Gesellschaften Metro Group Logistics (MGL), Metro Group Logistics Warehousing, Metro International Supply sowie den Bereich Corporate Cross Border Logistics der Metro AG zusammen. Die Verwaltungsfunktionen der MGL am Lagerstandort Sarstedt will Metro bis Mitte 2013 nach Düsseldorf verlegen.

Ein Ziel der Neuorganisation: Die neue Logistikgesellschaft soll den Vertriebslinien – vor allem Real und Cash & Carry – bessere Logistikleistungen bieten.

Audi plant Werk in Mexiko

Audi weitet die Fertigungskapazitäten aus und wird von 2016 an in einem Werk in Mexiko produzieren. Das entschieden die Verantwortlichen des Konzerns am Mittwoch. Ein konkreter Standort stehe aber noch nicht fest, teilte der Autobauer mit.

Mexiko gehört zu den Top 10 der Automobilstandorte. Die Konzernmutter Volkswagen ist bereits mit einem Werk in Puebla und einer Motorenfabrik in Silao vertreten.

Prozessoptimierung trifft auf Wolke

LogiMAT 2012: Hohe Energiekosten, Cloud Computing, zellulare Fördertechnik oder Nachwuchsmangel – die Themenbandbreite auf der diesjährigen LogiMAT war weit gespannt. An den Ständen in den Hallen 1 bis 9 des Stuttgarter Messegeländes wurden diese aktuellen technischen Entwicklungen in der Intralogistikbranche und ihre Auswirkungen auf die Nutzer diskutiert ...

Welche Themen die Aussteller der LogiMAT in diesem Jahr bewegen, hat die LOG.Kompass im Videobeitrag zusammengestellt.

HSE24 entscheidet sich für DHL

Das Tauziehen um den lukrativen Logistikauftrag des Shoppingsenders HSE24 ist beendet: DHL Paket wird ab Mitte 2013 alleiniger Logistikpartner und schlägt damit Hermes Fulfilment aus dem Rennen. Die Deutsche-Post-Tochter wird das komplette Sortiment von HSE24 über das Logistikzentrum in Greven ziehen. Dort wickelt der Konzern seit der Trennung der HSE24-Sortimente im November 2010 die Großstücke ab.

DHL will das Logistikzentrum in Greven für 30 Millionen Euro zum Zentrallager ausbauen lassen, bestätigten HSE24-Logistikchef Koen Verbrugge und DHL-Paket-Bereichsvorstand Katja Herbst. HSE24 hat 2011 rund 10?Millionen Pakete (Vorjahr 8,5 Millionen) verschickt – Tendenz steigend.

Gewerkschaften streiten über Mehrwertdienste

Der Vorstoß der IG Metall, mit mehreren Logistikdienstleistern im Automotive-Segment Haustarife aushandeln zu wollen, sorgt gewerkschaftsintern für Reibungen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di stört sich als angestammter Tarifpartner der Logistiker an dem hemdsärmeligen Vorgehen des stellvertretenden IG-Metall-Chefs Detlef Wetzel. Im Dialog wollen beide Gewerkschaftsriesen jetzt versuchen, ein gemeinsames Interesse zu finden und die Claims neu abzustecken.

Wie LOG.Kompass erfuhr, verlaufen die Gespräche zwischen Rudolph Automotive Logistik und der IG Metall bisher „sehr kooperativ“. Das bestätigt Dr. Torsten Rudolph, geschäftsführender Gesellschafter der Rudolph Logistik Gruppe. In welche Richtung es gehe, vermag er noch nicht einzuschätzen. Zweifel am Grundsatzmodell Outsourcing in der ...

Verschiedene Definition von Leistung in der Kontraktlogistik

Für erfolgreiches Outsourcing sind aus Sicht der Dienstleister detaillierte Ausschreibungsunterlagen und die Möglichkeit von Vor-Ort-Besuchen besonders wichtig. Das hat eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Miebach ergeben. Erste Ergebnisse liegen LOG.Kompass vor. Demnach gibt es eine unterschiedliche Sichtweise bei der Definition von Leistungsverzeichnissen. Industrie- und Handelsunternehmen halten die Informationen einer Ausschreibung oft für detailliert...

Erstaunlich: Die Akzeptanz der Vertragsvorgaben wird von Dienstleistern als Auswahlkriterium unterschätzt, stellen die Berater fest. Aus Sicht von Industrie und Handel ist der Verlauf und das Ergebnis von Ausschreibungen zwar überwiegend positiv­. Oft seien aber Angebote nicht vergleichbar, und es sei unsicher, ob der Dienstleister die ...

Lösungen für Batterierecycling jetzt entwickeln

Die Elektromobilität stellt die Automobillogistik vor neue Probleme. Die Batterien sind sehr schwer, was bei großen­ Stückzahlen zu erhöhtem Transportaufkommen aufgrund der Ladegewichte führen muss. Dadurch wiederum steigen die Transportkosten. Darüber hinaus stellt die Entsorgungslogistik die Branche vor eine neue Herausforderung.

Hintergrund: Die Batterien enthalten wertvolle Rohstoffe, die am Ende der Nutzungsdauer wiederzuverwerten sind. Das Beratungsunternehmen Capgemini rät Herstellern, Lieferanten und Dienstleistern, frühzeitig Lösungen zu entwickeln. Denn diese könnten zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen in der Elektromobilität führen.

Umsatz im Distanzhandel legt zweistellig zu

Der Online- und Versandhandel verzeichnet 2011 einen Umsatz von rund 34 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen präsentierte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (Bvh) Ende Februar in Hamburg. Der Anteil am gesamten Einzelhandel beträgt nun 8,2 Prozent. Das Onlinegeschäft macht rund 64 Prozent des Branchenumsatzes aus. Er betrug 2011 etwa 21,7 Milliarden Euro und damit 3,4 Milliarden Euro oder 18,5 Prozent mehr als 2010.

Das heißt für die Logistik: „Kep-Dienstleister müssen in ihre Frachtzentren investieren, um Pakete mit der gleichen Geschwindigkeit wie Briefe befördern zu können“, betont Thomas Lipke­, Präsident des Bvh. Doch das alleine­ reiche nicht. Die Kunden wollten zunehmend die Möglichkeit haben, einen Wunschzustelltermin angeben zu können. Dies könne ...

Sichere Versorgung über den Hamburger Hafen

Produktionswerke in Tschechien, Polen, Ungarn, der Slowakei und Rumänien werden oft aus China mit Teilen versorgt. Spitzenreiter für die sichere Versorgung dieser Standorte ist der Hamburger Hafen, dicht gefolgt von den Häfen Antwerpen, Rotterdam und Bremen/Bremerhaven. Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft­ ROI Management Consulting AG und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) über ­alternative Transportwege von China nach Osteuropa.

Die Schlusslichter in der Auswertung sind die ukrainischen Häfen Odessa und Ilyichevsk. Hier werden vor allem mangelnde Zuverlässigkeit, ungenügende Verfügbarkeit, lange Bearbeitungszeiten und hoher Aufwand für die Verzollung bemängelt. Die Transportzeiten der letztgenannten Häfen liegen trotz geringerer Entfernung über denen der Nordseehäfen.

China ist größter Exportmarkt für Intralogistik

Die deutsche Intralogistikbranche hat im vergangenen­ Jahr einen Umsatz von 16,3 Milliarden Euro weltweit erzielt. 56 Prozent dieser Umsätze erwirtschafteten die Hersteller auf den internationalen Märkten. Nach wie vor war die Nachfrage in Europa am stärksten. Das Land mit den größtem Umsatz war hingegen China. Dort erzielte die Branche einen Umsatz mit Anlagen im Wert von 1 Milliarde Euro.

Dr. Christoph Beumer, Chef des Maschinenbauunternehmens Beumer hat ein klares Statement für ein Engagement auf dem chinesischen Markt abgegeben: „China ist der weltgrößte Exportmarkt für Intralogistik. Wenn ein Produkt aus China kommt, möchte ich lieber, dass mein Name, als der einer chinesischen Firma daraufsteht.“

VDA prämiert Autozulieferer Schlemmer für mobile Fabrik

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat den Zulieferer­ Schlemmer mit dem Logistik Award ausgezeichnet. Der Hersteller aus Poing bei München hat eine flexible und ortsunabhängige Produktion geschaffen. Werkzeuge und Maschinen sind in einem 40-Fuß-Container untergebracht. Dies ermöglicht eine weltweite Verlagerung binnen von etwa vier Wochen. Schlemmer wendet die mobile Fabrik derzeit bei der Fertigung von Wellschläuchen an.

Schlemmer betreibt derzeit eine Anlage in Nischni Nowgorod für Russland. Dort und in anderen­ Ländern sollen weitere bis 2015 folgen. Geplant sind mobile Produktionseinheiten­ für Marokko, Indien und Brasilien. Statt 16 Containern mit Fertigwaren muss Schlemmer nur noch zwei Container bewegen – für die mobile Fabrik und für das Rohmaterial.

DB will grüner werden

Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, will das Tempo bei seinem Unternehmen in Sachen Klima- und Umweltschutz noch mal forcieren. Grube kündigte in seiner Rede auf dem 28.?Deutschen Logistik-Kongress an, den Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch des Konzerns von derzeit 20 Prozent bis 2014 auf 35 Prozent hochzuschrauben – zulasten von Kohle und Kernenergie.

Auch im Lärmschutz will Grube mit Hilfe eines Förderprogramms kräftig investieren und Waggons auf Flüsterbremsen umrüsten lassen. Allerdings ergebe eine rein nationale Umrüstungsaktion wenig Sinn – Grube forderte die EU auf, ein entsprechendes Förderprogramm aufzulegen.

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