BMVBS-Studie zur Rampenproblematik gestartet

Das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) hat eine Studie zum Thema „Schnittstelle Rampe – Lösungen zur Vermeidung von Wartezeiten“ in Auftrag gegeben. Im Rahmen der Untersuchung sollen Optimierungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Sie läuft seit Anfang des Jahres, wie eine Sprecherin des Ministeriums gegenüber LOG.Kompass bestätigte. Die Studie erarbeitet die Karlsruher Transport- und Unternehmensberatung hwh unter der Leitung von Prof. Paul Wittenbrink von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach.

Die Studie ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Politik dem Thema weiterhin ernsthaft widmet. Im vergangenen Jahr hatte das Bundesamt für Güterverkehr bereits einen Sonderbericht zu der Problematik veröffentlicht. Die darin vorgeschlagenen Lösungsansätze sind bisher aber nur halbherzig angepackt worden, wie aus Branchenkreisen zu hören ...

Automotive-Standardisierung kommt voran

Im März werden erstmals Ergebnisse des europäischen Automotive-Projekts „Auto-gration“ vorgestellt. Ziel des seit zwei Jahren laufenden Vorhabens ist die Harmonisierung der IT-Landschaft von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in die Lieferketten der Automobilindustrie eingebunden sind.

Das Anliegen der Initiative: Eine Referenz-Architektur für den elektronischen Datentausch soll zu einer branchenweiten Lösung führen. Derzeit arbeiten die teilnehmenden Unternehmen – OEM, Lieferanten, Softwareanbieter – an der Auswertung der Ergebnisse. Die Präsentation findet im Rahmen einer Konferenz am 15. und 16. März in Stuttgart statt.

Würth beauftragt Salt Solutions

Der baden-württembergische Schraubenkonzern Adolf Würth hat das IT-Unternehmen Salt Solutions mit der Einführung von SAP EWM (Extended Warehouse Management) als Lagerverwaltungssystem am Standort Künzelsau-Gaisbach beauftragt. Dort entsteht bis zum Frühjahr 2013 für etwa 60 Mio. EUR ein neues Verteilzentrum.

Das besondere Augenmerk des Projekts liegt auf der Integration der Technik, wie beispielsweise zwei Shuttle-Lagern, sowie dem Einsatz von Pick-by-Voice, Pick-by-Light und mobilen Datenterminals bis hin zur vollautomatischen Palettierung.

DM nimmt Verteilzentrum in Betrieb

Seit Anfang der Woche liefert die Drogeriemarktkette DM von einem neuen Logistikstandort in der Karlsruher Oststadt aus. Das Verteilzentrum für Baby- und Kleinkindtextilien mit einer Lagerfläche von 11 000 Quadratmeter und 50 Mitarbeitern versorgt die 920 Märkte des Unternehmens in ganz Deutschland, die diesen Sortimentsbereich führen.

Aurelis investierte knapp 11 Millionen Euro in den Standort. DM mietet den Gebäudekomplex langfristig. Das Verteilzentrum sei so ausgelegt, dass es steigende Warenmengen bewältigen könne, sagt Christian Bodi, als Geschäftsführer verantwortlich für den Bereich Logistik.

Mars will neue Kooperationen gegen Kostendruck eingehen

Nahrungsmittelhersteller Mars arbeitet derzeit an einem neuen Kooperationsprojekt. Beteiligt werden sollen außer der Industrie auch Handel und Logistikdienstleister. Die Partner treffen sich noch in diesem Jahr, um die Rahmenbedingungen der Kooperation zu vereinbaren.

Nach Ansicht von Romald ¬Heuvelmans, Leiter der Kundenlogistik bei Mars, liegt die Zukunft in der Kombination von horizontalen und vertikalen Kooperationen, also sowohl zwischen Industrieunternehmen untereinander als auch zwischen Industrie, Handel und Dienstleistern.

Verlagerung von O+G-Transporten in Rotterdam

Rund 6000 Kühlcontainer für Obst und Gemüse (O+G) sollen innerhalb des Hafens Rotterdam von der Straße auf das Binnenschiff verlagert werden. Darauf haben sich Logistikdienstleister und Fruchtimporteure verständigt.

Nach LOG.Kompass-Informationen unterstützen die Unternehmen Bakker Barendrecht, Hillfresh, De Jong Coldstores sowie Hispa Fruit und Olympic Fruit das Projekt. Der O+G-Transport soll durchgängig containerisiert werden.

Das Fest im Internet

Zum Jahresende erwarten die Onlineversandhändler einen deutlichen Umsatzzuwachs. Nach einer Umfrage der CEG Creditreform Consumer GmbH und des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) wollen rund 70 Prozent der über 18-Jährigen ihre Weihnachtsgeschenke online bestellen – also über das Internet oder mobile Shopping-Plattformen.

Die Top 5 der beliebtesten Warengruppen beim Weihnachtsgeschenkekauf sind: Bekleidung, Textilien, Schuhe (43 Prozent), Unterhaltungselektronik, Medien (36 Prozent), Spielwaren (33 Prozent), Computer und Zubehör (24 Prozent), Gutscheine (23 Prozent).

Solarlogistiker unter Druck

Die Turbulenzen auf dem Solarmarkt wirken sich verstärkt auf das Geschäft der Logistikdienstleister aus. Die Rieck Logistik-Gruppe verzeichnet zunehmend ausgeprägte Schwankungen im Absatz der Modulproduzenten. „Eine verlässliche Kapazitätenplanung anhand von Prognosen ist schwierig geworden. Es kommt verstärkt zu deutlichen Abweichungen“, berichtet Rieck-Key-Account-Manager Gunnar Mickeleit-Jung.

„Die knallharte EU-Sparpolitik wirkt sich auf die Solarförderung aus. Hinzu kommt der Preisdruck von asiatischen Produzenten“, erklärt Rieck-Manager Mickeleit-Jung. Beides lässt den Absatz deutscher Hersteller schrumpfen und beschleunigt die bevorstehende Konsolidierung.

Studie zu Frachtrouten von China nach Osteuropa

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und die Beratung ROI Management arbeiten an einer Studie zu alternativen Transportwegen von China nach Zen¬tral- und Osteuropa. Dabei werden vor allem die Häfen unter die Lupe genommen. Ziel ist es, die Häfen zu ermitteln, die eine schnelle und kosteneffiziente Versorgung osteuropäischer Werke erlauben.

Die Untersuchung startet in diesem Monat. Es werden diverse Transportwege über verschiedene Häfen evaluiert. Die Studie beschränkt sich nicht auf die reine Seeumschlagzeit, sondern bezieht auch die Intermodalität der Verkehrsanschlüsse sowie die Komplexität der internen Hafenvorgänge mit ein.

EU-Initiative forciert Sicherheit in der Luftfracht

Da sich die Einführung des Modernisierten Zollkodex in der EU noch auf viele Jahre verzögern dürfte, will die EU-Kommission jetzt einen Teil „herausbrechen“ und möglichst schon 2012 in Kraft setzen. Dabei handelt es sich um die „zollrechtliche Luftfracht-Sicherheitsinitiative“ mit den Vorabanmeldefristen für die Risikobewertung durch den Zoll.

Bisher mussten die Airlines Sendungen aus Drittstaaten erst vier Stunden vor Eintreffen auf dem EU-Flughafen vorab anmelden. Dann ist das Flugzeug auf langen Strecken jedoch bereits in der Luft. Geplant sind jetzt vier Stunden vor dem Abheben.

Chancen von Social Media erkennen und nutzen

Negative Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co ist eine der größten Ängste in der Logistikbranche. Manche Unternehmen ziehen daraus den Schluss, lieber nicht in diesen Medien präsent zu sein. Das zeigte sich beim Social Media Day, den die DVZ Deutsche Logistik-Zeitung Ende November in Hamburg veranstaltete.

Den Druck durch soziale Medien bekam Lufthansa Cargo zu spüren. Die Tierschutzorganisation Peta hatte Anfang 2010 das Unternehmen aufgefordert, die Transporte von Hunden und Katzen zu Tierversuchen aus den USA in europäische Forschungszentren einzustellen. Innerhalb kürzester Zeit wurde über Facebook eine Massen-Mailing-Kampagne an den damaligen ...

Boeing beauftragt New Breed Logistics

Das US-amerikanische Unternehmen Boeing hat die Zusammenarbeit mit dem Logistikdienstleister New Breed Logistics im zivilen Flugzeugbau erweitert. Der Serviceprovider aus North Carolina plant, bestellt, lagert und distribuiert Befestigungselemente von 20 Herstellern.

Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen besteht schon länger: Seit 2006 ist der Dienstleister Lead Logistics Provider für die Endfertigung des Boeing-Modells Dreamliner in Everett, Washington.

Google plant eigenen Lieferservice

Der Suchmaschinenanbieter Google will offenbar in den Onlinehandel einsteigen und dem Marktführer Amazon Konkurrenz machen. Das berichtet das „Wall Street Journal“. Demnach führt Google Gespräche mit Einzelhändlern, um gemeinsam einen Lieferservice aufzuziehen.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge, dass Kunden immer häufiger ihre Artikel bei Amazon direkt suchen und die Suchmaschine umgehen. Der Internethändler bietet einen Lieferservice bereits an. „Amazon Prime“ verspricht für eine einmalige Jahresgebühr von 29 EUR in Deutschland oder 79 USD in den USA eine schnelle Lieferung ohne Mindestbestellwert.

DB will grüner werden

Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, will das Tempo bei seinem Unternehmen in Sachen Klima- und Umweltschutz noch mal forcieren. Grube kündigte in seiner Rede auf dem 28.?Deutschen Logistik-Kongress an, den Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch des Konzerns von derzeit 20 Prozent bis 2014 auf 35 Prozent hochzuschrauben – zulasten von Kohle und Kernenergie.

Auch im Lärmschutz will Grube mit Hilfe eines Förderprogramms kräftig investieren und Waggons auf Flüsterbremsen umrüsten lassen. Allerdings ergebe eine rein nationale Umrüstungsaktion wenig Sinn – Grube forderte die EU auf, ein entsprechendes Förderprogramm aufzulegen.

Wieder mehr Staat wagen

Harvard-Professor Dani Rodrik ist sicher: Der Welt bleibt keine andere Wahl, als sich mit einer gemäßigten Version der Globalisierung abzufinden. Die Hyperglobalisierung hält er für eine „Fata Morgana“. In seinem Buch „Das Globalisierungs-Paradox“ fordert Rodrik eine Ausdünnung internationaler Regeln. Zudem ist der Starökonom sicher, dass sich aus der Beseitigung von Handelsschranken kaum noch Gewinne erzielen lassen. Möglich wäre eine Steigerung um knapp 0,33 Prozent des globalen BIPs.

China könnte laut Rodrik zum Stolperstein werden. Der Handelsüberschuss des Landes sei eine Bedrohung für die Weltwirtschaft, eine Abschwächung des Wachstums wäre aber auch gefährlich. So fordert Rodrik, China und anderen Schwellenländern freie Hand für eine selbstständige Wachstumspolitik zu lassen – wenn sie Rücksicht auf den Rest der Welt  ...