
Na, zurück aus dem Urlaub Kümmerlen? Wir haben wieder eine tolle Geschichte im Blatt. Es gibt einige vielversprechende City-Logistikprojekte, um die Belieferung von Handelsgeschäften in Innenstädten zu optimieren.
Ich habe Urlaub gemacht, aber keine Zeitreise, Helmke. Das Thema gab es schon in den neunziger Jahren, und die City-Logistikprojekte sind damals grandios gescheitert.
Eine Bildungsreise haben Sie jedenfalls nicht gemacht. Die neuen Projekte haben einen ganz anderen Ansatz als die aus den 90er Jahren. Früher haben die Stadtverwaltungen und die Dienstleister die City-Logistik angestoßen, die ihre Transporte in die Innenstadt bündeln wollten. Heute stehen der Handel und dessen Lieferanten dahinter.
Das macht mich nicht weniger skeptisch. Händler interessieren sich nur am Rande für Anlieferprobleme in den Innenstädten. Und das, obwohl sie eigentlich die Marktmacht hätten, um Bündelungen durchzusetzen. Aber es ist für sie nicht wirtschaftlich sinnvoll, standardisierte Lieferketten aufzubrechen.
Wie im Urlaub Kümmerlen: Sie leben nur im hier und jetzt. Denken Sie auch mal an die Zukunft? Wie lange können wir es uns noch leisten, halbleere Lkw in die Innenstädte zu schicken? Das Umweltbewusstsein wird immer stärker. Innovative Lösungen sind gefragt.
Phrasen dreschen haben Sie nicht verlernt. Sagen Sie das erstmal den Kommunalpolitikern. Die blockieren nämlich durch Restriktionen, Schikanen und Lieferzeitfenster eine effi ziente Belieferung der Innenstädte. Daher bleiben selbst gute Ansätze zum Scheitern verurteilt, Helmke.
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